Google vs. Bing
Wettbewerbs-News von Google & Bing
Google’s Matt Cutts steht dem aktuellen Hitwise Analyse Report, der aufzeigen soll, dass Bing die besseren Suchergebnisse liefere, skeptisch gegenüber.
Wie berichtet hatte laut der Hitwise Analyse Bing im Januar 2011 die höchste Trefferquote (81.54%), wobei für Google eine 65.58 prozentige Treffsicherheit ermittelt worden war.
Hitwise definierte die Treffersicherheit der Suchmaschinen als erfolgreich, wenn Internetnutzer aus den Suchergebnissen zu einer potentiell passenden Website aus den Suchergebnissen wechselten.
„Es scheint als würde Hitwise das Suchergebnis beim Absprung aus der Suchmaschine als erfolgreich werten. Mit anderen Worten: Der Internet User macht eine Suchanfrage und surft dann irgendwo anders hin. Das klingt für mich nicht nach einer Trefferquote. Es klingt einfach nach Absprung von der Website.“, kommentierte Matt Cutts das Analyse Ergebnis.
„Seid ihr in der Lage zu erfassen ob ein Suchmaschinennutzer auf ein Ergebnis geklickt oder einfach die Website verlassen hat? Es gibt einen Unterschiede zwischen einer abgebrochenen Suchanfrage und einem Klick auf ein Suchergebnis, aber beide Varianten führen dazu, dass die Nutzer der Suchmaschine zu einer anderen Webseite gewechselt haben.“
„Laut der Definition von Hitwise wäre nicht auch eine Suchanfrage bei Bing und ein anschließender Wechsel zu Google oder Yahoo ein Treffer für eine erfolgreiche Suchanfrage bei Bing?
Weiters möchte ich festhalten, dass nicht messbar ist, ob ein Suchender die Information die er gesucht hat tatsächlich in den Suchergebnissen ermitteln konnte, ohne auf eine Website zu klicken. Ich glaube der Ausdruck „erfolgreiche Suche“ ist ungenau, denn man könnte auch sagen „der Nutzer hat die Seite nach der Suche verlassen.“, es gäbe viele Gründe warum Internetnutzer eine Website verlassen.
Sind die Hitwise Analyse Resultate also ungenau?
Genaugenommen ist jede Statistik auch eine Frage der Interpretation von Messdaten.
Hitwise bezieht die erfassten Internet-Nutzerdaten von ISPs aus unterschiedlichen geografischen Regionen.
Die Messdaten zum Surfverhalten werden aus vielfältigen Paneelen, die alle Arten und Typen von Websurfern, inklusive Privat-, Business-, Bildung und öffentliche Bereiche umfasst, eingespeist. Um die Aktualität und Präzision der Messergebnisse sicherzustellen, werden Messdaten aus universellen Schichten, Bereichen und Märkten verwendet.
Anhand der hohen Bandbreite an Daten von 25 Millionen Menschen weltweit, 10 Millionen allein in den USA, könne Hitwise derart detaillierte Daten, einschließlich der aktuellen Click-Stream-Daten präsentieren. Dabei würden nachvollziehbare Verläufe im Web sichtbar.
Speziell bei Adwords, wobei Kunden per Klick bezahlen, wird bei Google der Erfolg von Klicks evaluiert.
Ob ein „Klick“ also erfolgreich war oder nicht, sollte möglicherweise auch von Google neu bewertet werden.
(Quelle: searchenginewatch.com)
Glaubt man den jüngsten Statistik-Ergebnissen von Experian Hitwise, hat Microsoft Bing im Jänner 2011 in den USA den Abstand zu Marktführer Google reduziert.
Die Suchmaschine von Microsoft erzielte einen Marktanteil von 12,81 Prozent, also um 21 Prozent mehr als noch im Dezember 2010. Google hingegen verlor 2 Prozent und kam auf 67,95 Prozent.

Mit einem Anteil von 14,62 Prozent (minus 4 Prozent) liegt Yahoo, dessen Suchmaschine mittlerweile mit Bing kooperiert, noch immer vor Microsoft.
Hitwise erfasste auch die Erfolgsrate von Suchanfragen, also den Anteil der Ergebnisse, die zum Besuch einer Website geführt haben. Diese gilt als Kennzahl für die Genauigkeit und Relevanz der gelieferten Suchergebnisse. Hier liegen Bing und Yahoo mit 81,54 Prozent beziehungsweise 81,38 Prozent deutlich vor Google. Marktforscher bestätigen Ihnen eine “Success Rate” von 65,58 Prozent.
Dies sei das Ergebnis von Tests mit absichtlich festgelegten Page-Ranks und Resultaten für sinnlose Suchbegriffe wie z.B. “mbzrxpgjys”, reagierte Google. Microsoft verwarf die Vorwürfe umgehend und bezichtigt den Suchmaschinenkonkurrenten des “Klickbetrugs”.
Vermutlich ist der Streit zwischen den beiden Weltmarktführern die Reaktion auf Microsofts zunehmenden Anteil am Suchmarkt. Ex-Google Chef Eric Schmidt hatte kürzlich gegenüber Journalisten erläutert, der eigentliche Hauptkonkurrent wäre Microsoft und nicht Facebook. Der Softwareriese aus Redmond verfüge über wesentlich “mehr Bargeld, mehr Ingenieure und eine größere globale Reichweite.”
Microsoft’s Suchmaschine ist noch weit davon entfernt Google bedrohlich zu werden. Allerdings hat die Studie des Markforschungsunternehmens Experian Hitwise ergeben, dass Bing mehr bessere Ergebnisse liefere.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen, besteht die Möglichkeit, dass Anzeigenkunden in Zukunft zu Bing abwandern.
Die Marktforschung von Experian Hitwise orientiere sich an Daten von mehr als 10 Mio. Internetsurfern und hätte ergeben, dass Bing treffsicherer sei.

Knapp 82 Prozent der Suchanfragen in Bing führten zum Aufruf einer Website.
Bei Google hingegen fanden rund 65% wonach Sie gesucht hatten.
Diese Zahlen sind besonders für Unternehmer am hart umkämpften Online-Werbemarkt von Bedeutung. Sie profitieren schließlich davon, wenn Kunden ihre Websites zu relevanten Suchbegriffen finden.
Falls die im Analyse-Report präsentierte Suchgenauigkeit mehr als eine vorübergehende Marktfluktuation ist, sondern sich zum Trend entwickelt, könnte Microsoft gegenüber Google an Land gewinnen.
Dan Olds von Gabriel Consulting im Interview mit Computerworld: “Das gibt Microsoft einen großartigen Angriffspunkt, den sie nutzen können, um Bing vs Google bei Werbern zu positionieren.” Olds selbst meint, er würde immer öfter “Müll” als Resultat auf Suchanfragen in Google erhalten. Dies treffe speziell bei komplexen Suchanfragen, sogenannten “Long-Tail-Searchterms”, zu.
Von besonderem Interesse an der Studie ist in diesem Zusammenhang mit dem vermehrten Aufkommen von Suchbegriffen die sich aus mehreren Einzelbegriffen zusammensetzen. Zwar umfasst der Großteil der Suchanfragen lediglich drei Worte. Der Anteil dieser Suchen sinkt jedoch stetig. Hingegen haben Suchanfragen mit fünf oder mehr Wörtern deutlich zugelegt. Wenn Bing hier effektiver arbeitet als Google, könnte Microsoft hier ebenfalls ansetzen, um Marktanteile an sich zu reißen.Aufgrund der technologischen Kooperation von Microsoft mit Yahoo wäre solch eine Situation nicht abwegig.
Im Moment hält Google aber noch immer einen überwältigenden Marktanteil.
Quelle (diepresse.com)