Besonders seit den letzten beiden Panda Updates hat sich die Suchergebnis Qualität enorm verschlechtert.
Kritik im Google Webmaster Forum stößt auf taube Ohren. Logisch, da sich zu 99,9% Freiwillige mit dem Google Support befassen.
Aber hat ein milliardenschweres Unternehmen das nötig?
Immer öfter befinden sich in der Google Websuche Top-Ergebnisse ohne erkennbaren Nutzwert, im schlimmsten Fall sogar ohne Übereinstimmung.
Will der Suchmaschinengigant aus Mountainview damit seinen Adwords Absatz ankurbeln?
In den USA verliert Google Marktanteile an Bing.

Warum?
Wir wollen es wissen. Daher starten wir ab heute ein zweiwöchiges Experiment:
Ob & wie gut man auch ohne Google leben kann erfahrt Ihr hier ab morgen.
Getestet wird sachlich, neutral & unabhängig: was zählt sind nur die Ergebnisse!
Soviel vorweg: Eine Suche in Google war nicht nötig. Der Austausch der Suchmaschinen verläuft interessant und in vielen Bereichen ermittelt Bing nützliche Suchergebnisse.

Wo sich allerdings die größten Unterschiede in der Qualität zeigen ist der Support Sektor. Sucht man mit Bing zum Beipiel explizit nach einer Fehlermeldung, befindet sich eher selten verwertbarer Content in den Top Ergebnissen. Das führt zu einer weiteren Auffälligkeit im Vergleich der Usability mit Google:
Gilt eine Quelle zu einem spezifischen Thema im Web als zuverlässig, bedeutet das bei Bing nicht automatisch, daß die Domain zu einer sehr ähnlichen Anfrage in den Top Charts landet. Dazu ein Beispiel:
Die Suchanfrage Installing Hyper-V Linux Integration Components On CentOS bringt stark abweichende Suchergebnisse im Vergleich zu Installing Hyper-V Linux Integration Components On Debian.
Wo Bing Websearch zum Beispiel einwandfrei funktioniert ist die Suche nach Personen und Produkten. In der Websuche sind keine groben Abstriche zu verzeichnen. Man könnte sagen die Suchergebnis-Qualität ist auf den Großteil der Internetnutzer zugeschnitten. Der Bing Algorithmus liefert zu gefühlten 80% wonach man gesucht hat – die Qualität ist somit einwandfrei.
Cracks, Spam, ein Übermass an Werbung oder fragwürdige Einträge wie 123people scheinen gar nicht erst auf. Offenbar ist man in Redmont damit befasst nutzlosen Webinhalt effektiv auszufiltern.
Stattdessen setzt Bing offenbar voll auf Socialmedia. Die Personensuche fischt in Netzwerken wie LinkedIn, Facebook, Onlinezeitschriften/-PR Portalen und überraschender Weise auch in Google Profiles.


Vermissen lässt Bing vorallem den umfangreichen News Bereich von Google.
Als Alternative existiert zurzeit nur MSN.
Eine nahtlose Integration von aktuellen Nachrichten hat im deutschsprachigen Bereich zwar noch nicht stattgefunden, in den USA sieht die News Sektion allerdings sehr vielversprechend aus.
Kein Zweifel! Bing wird immer besser & hat die Google Websuche vollständig ersetzt. Man darf davon ausgehen, daß Microsoft’s Suchmaschine weiter an Relevanz gewinnen wird.
Ein “googlen” war nicht nötig. Schneller als man denken kann hat man sich – vorallem aufgrund der hervorragenden Trefferquote – an Bing gewöhnt. Einziger Wermutstropfen sind die Nachrichten. In dem Bereich vermisst man Google am stärksten. Sehr wünschenswert wäre eine baldige sprachliche Assimilation an Bing USA.
Wo sich Bing von Google sonst noch unterscheidet ist die Fehlererkennung in den Suchanfragen. Das ist von Relevanz bei Rechtschreibfehlern oder wenn der exakte Wortlaut nicht bekannt ist.
Bing wurde absichtlich mit dem Suchbegriff “Mutt Cutts” gefüttert um zu überprüfen wann & wo dann Matt Cutts ausgegeben wird. Der erste Treffer von Bing erfolgt auf Seite 5, führt dafür jedoch direkt zum Blog von Matt Cutts.
Bei der semantischen Suche hat Bing klar Aufholbedarf. Ein JSON Pendant zu Google Instant, welches nach der Häufigkeit der Suchanfragen (passende ?) Vorschläge aus einer Datenbank zaubert, wäre mit größter Wahrscheinlichkeit enorm hilfreich die Suchergebnisse weiter zu verbessern.
Fazit: Überraschenderweise sind die Suchergebnisse von Bing sehr gut. Ganz ohne Google kann oder will man dann aber doch nicht.
Das liegt einerseits am Komfort,, andererseits an fehlenden Features. Google hat es geschafft alles & noch mehr auf einer Seite unterzubringen, und das ist der Part wo Bing zurzeit keine Vorteile bietet. Eine Website wie MSN ist allerdings auch keine brauchbare Alternative zu Google News. Insbesondere weil die Nachrichten bei MSN kaum brandaktuell sind.
Wo Google von Bing lernen kann ist die Suchergebnis-Qalität. Bing kommt auf den Punkt!
Wenn Microsoft seine Suchmaschine konsequent weiterentwickelt – der Konzern aus Redmont hat genug finanzielle Mittel & Zeit – wird Bing eines Tages der stärkste Konkurrent für Google.
Für Google Nutzer ist dieser Umstand längst keine Neuheit mehr, denn der Suchmaschinen-Riese aus Mountain View verwertet geographische und anwenderbezogene Faktoren bereits seit Anfang 2010. In Google’s Smartphone Betriebssystem Android wird diese Technik bereits seit 2008 eingesetzt.
Microsoft hat nun verlautbart damit begonnen zu haben Standort-Daten und Surf-Verhalten von Suchmaschinennutzern in geographischen Zonen für Bewertungen im Web-Ranking einzubeziehen um die Qualität der Suchergebnisse weiter zu verfeinern.
Lokale Nähe zum Internetsurfers spielt in Zukunft nun auch als Filterkriterium für Bing’s Suchmaschinenalgorithmen eine wichtige Rolle. Der Fortschrift führt freilich zu einer globalen Entlastung & Balance im Suchmaschinen-Index von Microsoft’s Bing.
Allerdings sind weitere Optimierungen geplant. So möchte Bing erfassen und analysieren, welche Suchanfrage ein Anwender verwendet und welchen der Treffer der Websurfer anschließend angeklickt hat. Diese Ergebnisse, bzw. potentielle Treffer, erscheinen dadurch – sobald ein Bing-Nutzer exakt diese Anfrage wiederholen sollte – an Top Positionen der Suchergebnisse.
Man habe durch intensive Forschung herausgefunden, dass die Absicht hinter Suchanfragen und dem daraus folgenden Nutzerverhalten demnach ein bestimmtes Muster besitze, welches künftig als Ranking-Faktor zur Bewertung von lokalen Suchergebnissen einbezogen werde.
Die Bing-Programmierer Aidan Crook und Sanaz Ahari erläuterten, diese Art von Personalisierung sei das Resultat aus der Erfahrung, dass sich einige Anfragen regelmäßig wiederholen, wenn Websurfer bestimmte Websites im Internet suchen, und sich dann später nicht mehr genau an den Namen erinnern. Vorerst sei die personalisierte Suche nur in den U.S.A. verfügbare, eine Weiterentwicklung in globalen Regionen sei in Arbeit.
Google’s Matt Cutts steht dem aktuellen Hitwise Analyse Report, der aufzeigen soll, dass Bing die besseren Suchergebnisse liefere, skeptisch gegenüber.
Wie berichtet hatte laut der Hitwise Analyse Bing im Januar 2011 die höchste Trefferquote (81.54%), wobei für Google eine 65.58 prozentige Treffsicherheit ermittelt worden war.
Hitwise definierte die Treffersicherheit der Suchmaschinen als erfolgreich, wenn Internetnutzer aus den Suchergebnissen zu einer potentiell passenden Website aus den Suchergebnissen wechselten.
„Es scheint als würde Hitwise das Suchergebnis beim Absprung aus der Suchmaschine als erfolgreich werten. Mit anderen Worten: Der Internet User macht eine Suchanfrage und surft dann irgendwo anders hin. Das klingt für mich nicht nach einer Trefferquote. Es klingt einfach nach Absprung von der Website.“, kommentierte Matt Cutts das Analyse Ergebnis.
„Seid ihr in der Lage zu erfassen ob ein Suchmaschinennutzer auf ein Ergebnis geklickt oder einfach die Website verlassen hat? Es gibt einen Unterschiede zwischen einer abgebrochenen Suchanfrage und einem Klick auf ein Suchergebnis, aber beide Varianten führen dazu, dass die Nutzer der Suchmaschine zu einer anderen Webseite gewechselt haben.“
„Laut der Definition von Hitwise wäre nicht auch eine Suchanfrage bei Bing und ein anschließender Wechsel zu Google oder Yahoo ein Treffer für eine erfolgreiche Suchanfrage bei Bing?
Weiters möchte ich festhalten, dass nicht messbar ist, ob ein Suchender die Information die er gesucht hat tatsächlich in den Suchergebnissen ermitteln konnte, ohne auf eine Website zu klicken. Ich glaube der Ausdruck „erfolgreiche Suche“ ist ungenau, denn man könnte auch sagen „der Nutzer hat die Seite nach der Suche verlassen.“, es gäbe viele Gründe warum Internetnutzer eine Website verlassen.
Sind die Hitwise Analyse Resultate also ungenau?
Genaugenommen ist jede Statistik auch eine Frage der Interpretation von Messdaten.
Hitwise bezieht die erfassten Internet-Nutzerdaten von ISPs aus unterschiedlichen geografischen Regionen.
Die Messdaten zum Surfverhalten werden aus vielfältigen Paneelen, die alle Arten und Typen von Websurfern, inklusive Privat-, Business-, Bildung und öffentliche Bereiche umfasst, eingespeist. Um die Aktualität und Präzision der Messergebnisse sicherzustellen, werden Messdaten aus universellen Schichten, Bereichen und Märkten verwendet.
Anhand der hohen Bandbreite an Daten von 25 Millionen Menschen weltweit, 10 Millionen allein in den USA, könne Hitwise derart detaillierte Daten, einschließlich der aktuellen Click-Stream-Daten präsentieren. Dabei würden nachvollziehbare Verläufe im Web sichtbar.
Speziell bei Adwords, wobei Kunden per Klick bezahlen, wird bei Google der Erfolg von Klicks evaluiert.
Ob ein „Klick“ also erfolgreich war oder nicht, sollte möglicherweise auch von Google neu bewertet werden.
(Quelle: searchenginewatch.com)